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Excellence in Corporate Finance.

Steuerliche Sonderregelungen betreffend Coronavirus

(23-04-20)

Gehäuft auftretende Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus sowie damit einhergehende angeordnete behördliche Maßnahmen wie häusliche Quarantäne sowie die Schließung von Bildungseinrichtungen,  Absage von Veranstaltungen und  generell die Einschränkung des täglichen Lebens können dazu führen, dass es zu Liquiditätsengpässen und Zahlungsverzögerungen kommen kann.

Voraussetzung für die Anwendung der unten angeführten Maßnahmen ist in allen Fällen, dass der Steuerpflichtige glaubhaft machen kann, dass er von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf eine SARS-CoV-2-Virus-Infektion zurückzuführen ist. Dazu zählen zB

  • außergewöhnlich hohe Stornierungen von Hotelreservierungen,

  • Ausfall von Sport- und Kulturveranstaltungen aufgrund behördlicher Verbote,

  • Ausfall oder Beeinträchtigung von Lieferketten oder

  • Ertragseinbußen durch Änderung des Konsumverhaltens.

Die steuerlichen Erleichterungen umfassen Folgendes:

Herabsetzung der Vorauszahlungen

Um die Liquidität der Unternehmen zu verbessern, können sie die Vorauszahlungen für die Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen bis auf null herabsetzen lassen.

Nichtfestsetzung von Anspruchszinsen

Ergibt sich aus einem Einkommen- oder Körperschaftsteuerbescheid eine Nachforderung, so werden für solche Nachforderungen Anspruchszinsen festgesetzt. Diese können für betroffene Unternehmen entfallen.

Zahlungserleichterungen

Das Datum der Zahlung einer Abgabe kann hinausgeschoben (Stundung) oder eine Ratenzahlung vereinbart werden.

Nichtfestsetzung bzw. Herabsetzung von Säumniszuschlägen

Für eine nicht spätestens am Fälligkeitstag entrichtete Abgabenschuld ist normalerweise ein Säumniszuschlag zu zahlen. Diesen können betroffene Unternehmen herabsetzen lassen oder den Entfall der Zinsen beantragen.

Auf der Seite des Bundesministerium für Finanzen finden Sie die steuerlichen Maßnahmen im Detail