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Excellence in Corporate Finance.

Corona Hilfsfonds: Fixkostenzuschuss

(28-05-20)


Zur Unterstützung der österreichischen Wirtschaft stellt die Bundesregierung im Rahmen des Corona Hilfs-Fonds einen Fixkostenzuschuss als weitere Hilfsmaßnahme bereit. Unternehmen, die während der Corona-Krise Umsatzeinbußen von mindestens 40 Prozent haben, werden nicht rückzahlbare Zuschüsse zur Deckung ihrer Fixkosten gewährt. Dafür wurden acht Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.

Was sind Fixkosten:

  • Geschäftsraummieten und Pacht (wenn der Mietzins in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens steht),
  • betriebliche Versicherungsprämien,
  • Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, sofern diese nicht an verbundene Unternehmen als Kredite oder Darlehen weitergegeben wurden,
  • der Finanzierungskostenanteil der Leasingraten,
  • Aufwendungen für sonstige vertraglich betriebsnotwendige Zahlungsverpflichtungen, die nicht das Personal betreffen,
  • betriebliche Lizenzgebühren,
  • Aufwendungen für Strom / Gas / Telekommunikation,
  • Personalaufwendungen, die ausschließlich für die Bearbeitung von krisenbedingten Stornierungen und Umbuchungen anfallen,
  • ein angemessener Unternehmerlohn und
  • für Unternehmen die einen Fixkostenzuschuss von unter 12.000 Euro beantragen ein angemessener Lohn für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer- oder Bilanzbuchhalterkosten bis max. 500 Euro.

Voraussetzungen

  • Das Unternehmen hat seinen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich.
  • Das Unternehmen übt eine operative Tätigkeit in Österreich aus, die zu Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Selbständige Arbeit oder Gewerbebetrieb führt.
  • Das Unternehmen erleidet einen durch die Ausbreitung von COVID-19 verursachten Umsatzausfall.
  • Das Unternehmen muss zumutbare Maßnahmen gesetzt haben, um die durch den Fixkostenzuschuss zu deckenden Fixkosten zu reduzieren (Schadensminderungspflicht mittels ex ante Betrachtung).

Zuschusshöhe

Der Fixkostenzuschuss ist gestaffelt und abhängig vom Umsatzausfall des Unternehmens und kann bis zu 75% betragen:

  • 40-60% Umsatzausfall: 25% Ersatzleistung für entstandene Fixkosten
  • 60-80% Umsatzausfall: 50% Ersatzleistung für entstandene Fixkosten
  • 80-100% Umsatzausfall: 75% Ersatzleistung für entstandene Fixkosten

Für eine Beantragung muss der Fixkostenzuschuss mindestens 500 Euro betragen. Der Maximalbetrag, der beantragt werden kann (Obergrenze), beträgt EUR 90 Mio.

Beantragung


Beatragung ab 20. Mai 2020, spätestens aber bis 31. August 2021.

Es kann für bis zu max. drei zusammenhängende Betrachtungszeiträume im Zeitraum 16. März 2020 bis 15. September 2020 der Fixkostenzuschuss beantragt werden:

  • Betrachtungszeitraum 1:    16. März 2020 bis 15. April 2020
  • Betrachtungszeitraum 2:    16. April 2020 bis 15. Mai 2020
  • Betrachtungszeitraum 3:    16. Mai 2020 bis 15. Juni 2020
  • Betrachtungszeitraum 4:    16. Juni 2020 bis 15. Juli 2020
  • Betrachtungszeitraum 5:    16. Juli 2020 bis 15. August 2020
  • Betrachtungszeitraum 6:    16. August 2020 bis 15. September 2020

Auszahlung des Fixkostenzuschusses kann in drei Tranchen beantragt werden:
  • Die erste Tranche umfasst höchstens 50% des voraussichtlichen Fixkostenzuschusses und kann ab 20. Mai 2020 beantragt werden
  • Die zweite Tranche umfasst zusätzlich höchstens 25%, somit insgesamt höchstens 75% des voraussichtlichen Fixkostenzuschusses und kann ab 19. August 2020 beantragt werden.
  • Die dritte Tranche kann ab 19. November 2020 beantragt werden.


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den m27 Berater Ihres Vertrauens