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Excellence in Corporate Finance.

Beschäftigungsbonus ab 01.07.2017

(10-05-17)

Da im internationalen Vergleich die österreichischen Lohnnebenkosten "relativ" hoch sind, nämlich mit einer Lohnnebenkostenquote 2015 von 36,44% (laut Eurostat) liegt Österreich hinter Schweden, Frankreich, Belgien, Litauen, Griechenland, Italien und Tschechien am 8. höchsten Platz in der EU!

Um dem entgegenzuwirken und positive Auswirkungen auf den heimischen Arbeitsmarkt als auch die Standortqualität zu erhöhen, gibt es ab 01.07.2017 - durch Antragstellung bei der aws bzw. der ÖHT die Möglichkeit, sich den Beschäftigungsbonus zu sichern.

Um Mitnahmeeffekte zu vermeiden und den Arbeitsmarkt maximal zu entlasten, sind nur zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse zu fördern, wenn

  • eine beim AMS als arbeitslos gemeldete Person,
  • oder ein Abgänger einer Österreichischen Bildungseinrichtung (wie bspw. Schulen oder Hochschulen)
  • oder eine in Österreich bereits beschäftigt gewesene Person (Jobwechsler) eingestellt wird,
  • oder ein Beschäftigungsverhältnis auf Basis einer Rot-Weiß-Rot-Karte besteht.

Das Vorliegen eines dieser Kriterien muss vom antragstellenden Unternehmen zum Zeitpunkt der Anmeldung des Arbeitnehmers bei der Sozialversicherung nachgewiesen werden können und bei Abrechnung der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) und der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) vorgelegt werden.

Reine Mitnahmeeffekte durch Umgründungen, Verschiebungen im Konzern oder Ähnliches werden nicht gefördert. Die Förderrichtlinien haben das entsprechend zu berücksichtigen. Zudem soll eine missbräuchliche Inanspruchnahme der Förderung durch entsprechend ausgestaltete Förderrichtlinien verhindert werden. Diese werden derzeit noch von der aws ausgearbeitet.

Doppelförderungen sind zu vermeiden. Daher wird für einen Beschäftigten, für den die Lohnnebenkostenförderung gem. Start-up-Förderung bezogen wird, nicht gleichzeitig auch ein "Beschäftigungsbonus" gewährt.

Förderungsfähig sind Voll- und Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse die der Kommunalsteuer-pflicht unterliegen, sowie jene Beschäftigungsverhältnisse, die gem. § 8 KommStG von der Kommunalsteuer befreit sind (bspw. auf dem Gebiet der Gesundheitspflege und Altenfürsorge).

Gegenstand der Förderung ist der teilweise Ersatz von Lohnnebenkosten (Dienstgeberbei-träge) für zusätzliche Beschäftigte für die Dauer von 3 Jahren.

Die Antragstellung ist ab 1.7.2017 möglich und hat grundsätzlich vor Schaffung des ersten zu fördernden zusätzlichen Vollzeitäquivalents zu erfolgen.

Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem m27 Berater Ihres Vertrauens: